Fridays for Future in Freising

Zum ersten Mal fand der Fridays for Future auch in Freising statt. Angemeldet war die Kundgebung und Demonstration für ca. 300 Menschen, gerechnet wurde mit 100, und am Ende wurden 1000 Teilnehmer*innen gezählt. Ein großer Erfolg für Freising und eine der größten Demonstrationen, die diese Stadt jemals erlebt hat.

1000 Kreuze Marsch in München

In München fand heute ein so genanter „1000 Kreuze Marsch“ statt, von hauptsächlich fundamentalistischen Christinnen und Christen, die sich „Lebensschützer“ nennen, gegen jede Form von Abtreibung sind und Frauen das Recht absprechen wollen, während einer Schwangerschaft selbstbestimmt über ihren Körper zu bestimmen. Diese 1000 Kreuze, in Wahrheit waren es keine 100, liefen dann Kirchenlieder singend zwei Stunden durch München. Dabei wurden auch Kinder für ihre religiöse Propaganda missbraucht. 
Dagegen formierte sich Gegenprotest, der bereits zu Beginn an der Frauenkirche da war und praktisch während der ganzen Strecke den Marsch lautstark protestierend begleitete. Vor allem mit Sprüchen wie „Hätt Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben“, „Lieber geleckt als unbefleckt“ und „My Body my Choise“. Vereinzelt kam es auch zur Rangelein durch die Polizei gegen den Protest, eine Straßenbloackade wurde aufgelöst. Am Friedensengel wurden nach einem Zwischenfall Journalist*innen festgenommen und mehrere Stunden lang festgehalten. 
Insgesamt dürfte der Marsch dieser „Lebensschützer“ keine Auswirkung gehabt haben, auch Dank des kreativen und lauten Gegenprotestes.

QUEERFEMINISMUS IST ANTIRASSISTISCH

Zu einer Demonstration für Queerfeminismus und gegen Sexismus (etc.) trafen sich am 10. Mai mehrere hundert Menschen in München. Der Protest am Abend richtete sich insbesondere gegen den am nächsten Tag stattfindenden 1000-Kreuze-Marsch christlicher Fundamentalist*innen sowie ihrer rassistisch-rechten, anti-queeren und antifeministsichen Propaganda. Lautstark zog der Demozug mehrere Stunden durch München, ab Nähe Hauptbahnhof über Stachus, Gärtnerplatz und bis zum Café Marat. Dabei gab es Redebeiträge und mehrere Zwischenkundgebungen.
Siehe auch bei Antira MUC.

André Poggenburg

Poggenburg verlässt die AfD, nachdem ihm auf Grund diverser Aussagen für zwei Jahre verboten wurde, irgendwelche Ämter zu besetzen. Das macht die AfD natürlich nicht weniger rechts. Jetzt hat er seine eigene Truppe gegründet, den „Aufbruch patriotischer Deutscher“.

Screenshot Facebookseite André Poggenburg

Inzwischen zeigt er aber mit der blauen Kornblume in seinem Profil auch deutlich, wo er steht. Bis 1938 galt eben diese blaue Kornblume als Erkennungssymbol der Nazis in Österreich. Poggenburg sagt:

„Die ,Blaue Blume` trage ich als altes Symbol für deutschen Patriotismus & Freiheitsdrang – nicht mehr und nicht weniger! Versuchte Missdeutung als Zeichen für Nationalsozialismus oder Antisemitismus ist linke Agitation seit den 68ern und irrelevant.“

Quelle: Volksstimme.de

Das ist ungefähr so viel wert, als würde der Nazi von der Straße sagen, er trage die Swastika nur als fernöstliches Glückssymbol und wer was anderes unterstellt ist ein linksgrüngenderhirngewaschenergutmenschlicher Nazi!

Sicher wird Poggenburg einige der rechtsradikalen Kräfte in der AfD an- und abziehen. Bleibt zu hoffen, dass diese Partei sich darüber richtig kaputt macht.

Nazis raus!